Ansprache zur Eröffnung der neuen Legislaturperiode von Bürgermeister Sepp Oberauer

Meine Sehr geehrten Damen und Herren,
zum Beginn meiner dritten Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Nußdorf a. Inn möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die mir ihr Vertrauen gegeben haben und mich in diesem Amt wieder bestätigt haben recht herzlich danken. Diejenigen, die mir ihre Stimme nicht gegeben haben oder nicht zur Wahl gegangen sind, will ich durch meine Arbeit in den nächsten sechs Jahren überzeugen, um auch Ihr Vertrauen gewinnen zu können.

Meine sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderates,
erlaubt mir noch ein paar Gedanken zu Beginn der neuen Legislaturperiode. Zunächst möchte ich allen wiedergewählten und allen neugewählten Gemeinderatsmitgliedern sehr herzlich gratulieren. Ich wünsche Euch für die bevorstehende Arbeit in den nächsten sechs Jahren viel Erfolg und eine glückliche Hand bei den Entscheidungen, die ihr nun als Ratsmitglied für Nußdorf treffen werdet. Der Gemeinderat ist ein kommunales Selbstverwaltungsorgan mit klar definierten Aufgaben. Er ist und kein Parlament. In einer Landgemeinde wie Nußdorf soll es weder Regierung noch Opposition geben, sondern nur die gemeinsame Aufgabe, die Entwicklung von unserem Dorf bestmöglich zu fördern. Im Gemeinderat steht die Sache im Vordergrund, nicht persönliche Profilierung, und auch nicht das Einnehmen einer Contra-Position nur aus Gründen der Opposition, oder gar einfach nur das Betreiben einer Verhinderungspolitik. Das Aufzeigen alternativer Standpunkte ist erwünscht, aber es ist auch die Bereitschaft zum Kompromiss gefordert. Es gehört zu meinem Grundverständnis unserer demokratischen Spielregeln, Minderheiten zu achten. Ich verlange aber auch den Respekt vor den Mehrheiten. Der Wähler hat die Rollenverteilung so geschaffen. Er ist der Souverän. Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit in den nächsten sechs Jahren mit Euch.
Ich biete Euch so wie in den vergangenen Jahren wieder eine offene Informationspolitik an. An das Gebot der Diskretion möchte ich aber erinnern. Es darf nicht sein, dass Inhalte aus nichtöffentlichen Sitzungen am nächsten Tag mit konkreten Einzelheiten Dorfgespräch sind. Hier geht es nicht darum, Informationen einer interessierten Öffentlichkeit vorzuenthalten, sondern hier geht es oft um sensible Projekte und um schützenswerte Belange im persönlichen Bereich unserer Bürger.
Arbeiten wir wieder als faire Partner zusammen. Und ich werde mich darum bemühen in wichtigen Fragen der Gemeindepolitik möglichst breite Mehrheiten und Gemeinsamkeiten zu erreichen. Kommunalpolitik ist für mich kontinuierliche Arbeit und dem Bemühen, das Bestmögliche zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu leisten. Deshalb ist es in den nächsten sechs Jahren mein übergeordnetes Ziel die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahrzehnte von Gemeinderat und Verwaltung fortzuführen. Ich möchte unsere Kommunalpolitik noch näher an den Bürger bringen, und mich für die Fortführung der soliden Finanzpolitik der letzten Jahre einsetzen. In unserem Wahlprogramm 2014-2020 haben wir nur solche Dinge in Aussicht gestellt, die wir für finanzierbar halten. Gestaltungsräume werden wir nur durch weitere Ausgabendisziplin erreichen können. Wir werden nicht jedem Wunsch oder jeder Forderung nachkommen können. Es müssen gezielt Schwerpunkte und Prioritäten gesetzt werden. Grundlage unseres Handelns ist immer die vorhandene Finanzausstattung. Wir sind auch in Zukunft auf entsprechende finanzielle Entlastungen und Finanzzuweisungen durch Bund und Land angewiesen.
Machen wir uns gemeinsam zum Wohle der Gemeinde Nußdorf a. Inn, frei nach dem Motto „Heimat erhalten und die Zukunft gestalten“ an die Arbeit.
Ich danke Euch.


Bilder von der Kandidatenvorstellung mit Landratskandidat Wolfgang Berthaler